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Der Lebenslauf - darauf sollten Sie achten!

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Teil 4 der Blogreihe "Do it right - der Weg zum Job"

Der Lebenslauf ist das Herzstück Ihrer Bewerbung und für Personaler die Grundlage, auf der sie die erste Auswahl für die Besetzung ihrer freien Stellen treffen. So werden Lebensläufe, obwohl sie hinter dem Anschreiben in einer Bewerbung liegen, häufig zuerst gelesen.

Unsere Empfehlung: Investieren Sie mehr Zeit beim Erstellen Ihrer persönlichen Vita und beherzigen Sie die folgenden Tipps für eine erfolgreiche Bewerbung.

Aufbau

Auch in Deutschland hat sich der tabellarische Lebenslauf durchgesetzt. Dieser beinhaltet Angaben zu persönlichen Daten, zum beruflichen Werdegang, zur Ausbildung, zu besonderen Kenntnissen und zusätzliche Angaben, wie zum Beispiel Hobbies.

Diese Inhalte sollten möglichst lückenlos sein und dem Personaler einen Mehrwert bieten. Es kommt also darauf an, die richtigen Details in der richtigen Ausführlichkeit zu nennen. Neben den inhaltlichen Aspekten sollte auch das Layout des Lebenslaufs stimmen. Übersichtlichkeit ist hier das A und O:

  • DIN A4 Format
  • mindestens Schriftgröße 10, besser 11
  • Absätze nach Abschnitten einfügen

 

Persönliche Daten

Zu den persönlichen Angaben gehören:

  • Vor- und Nachname
  • Geburtstag und-ort
  • Die vollständige Anschrift
  • Telefonnummer und E-Mail-Adresse
  • Nationalität

Optionale Angaben:

  • Familienstand
  • Bewerbungsfoto

Auch wenn das Bewerbungsfoto seit Inkrafttreten des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) eine optionale Angabe ist, empfehlen wir Ihnen, Ihre Bewerbung mit einem Foto zu ergänzen. Dieses kann auf dem Deckblatt oder im Lebenslauf platziert sein. Ein professionell aufgenommenes Bild rundet ihr Profil ab und ist immer ein Blickfang. Nutzen Sie diese Chance für einen guten ersten Eindruck.

Angaben zu den Berufen der Eltern oder zur Religionszugehörigkeit waren früher weit verbreitet. Diese Angaben könne Sie mittlerweile weglassen, es sei denn Sie möchten sich bei einem kirchlichen Arbeitgeber bewerben. Auch Ihren Geburtsnamen oder Namenswechsel müssen Sie nicht mit angeben.

Beruflicher Werdegang

Der berufliche Werdegang umfasst alle Angaben zu Berufen, Positionen, Praxiserfahrungen und zu Praktika. Gegebenenfalls kann dieser Punkt in mehrere Blöcke unterteilt werden. Wir empfehlen die Abschnitte: Berufserfahrung und Praktika.

Machen Sie Ihre Angaben in chronologischer Reihenfolge, beginnend mit dem aktuellsten. Zeitangaben stehen links – üblicherweise reichen Monats- und Jahresangaben aus. Rechts daneben nennen Sie den Arbeitgeber, Arbeitsort, die Positionsbezeichnung sowie Aufgaben und Erfolge.

Hier ein Beispiel: 

01/2018 – 07/2018                  

Maximum Personalmanagement GmbH, Hannover
Personaldisponent, verantwortlich für den IT-Bereich, mit den folgenden Aufgaben: 

  • Bewerbermanagement
  • Mitarbeiterbetreuung
  • Kundenbetreuung

Achten Sie auf die korrekte Firmenbezeichnung und geben Sie, wenn es für die ausgeschriebene Position einen Mehrwert bietet, auch die Mitarbeiterzahl mit an. Bewerben Sie sich zum Beispiel bei einem Großkonzern und bringen Erfahrung aus großen Unternehmen mit, ergänzen Sie die Firmenbezeichnung folgendermaßen: Großkonzern AG, 20.000 Mitarbeiter weltweit, 950 am Standort Hannover.

Überlegen Sie, welche Ihrer Aufgaben für die ausgeschriebene Stelle relevant sind und nennen Sie die wichtigsten zuerst. Beschreiben Sie neben Ihren Aufgaben auch Erfolge. In unserem Beispiel würde das folgenermaßen aussehen:

  • Mitarbeiterbetreuung: Auf- und Ausbau des IT-Bereichs von 5 auf 30 Mitarbeiter

Je nach Länge Ihrer beruflichen Laufbahn können auch Praktika mit aufgeführt werden. Wir empfehlen dazu einen eigenen Abschnitt. Überlegen Sie genau, wie relevant das Praktikum für die ausgeschriebene Stelle ist und lassen Sie das 3-wöchige Schulpraktikum im Kindergarten lieber außen vor.

Lücken im Lebenslauf

Grundsätzlich gilt: Berufliche Stationen sollten nicht länger als drei Monate auseinander liegen. Sollte dieser Zeitraum überschritten sein, geben Sie die Gründe für die Unterbrechung als eigenen Punkt mit an. Formulieren Sie die Gründe möglichst positiv. Berufliche Neuorientierung oder Bewerbungsphase klingen besser als Arbeitslosigkeit.  

Versuchen Sie nicht, die Lücken im Lebenslauf mit Mogeleien zu füllen. Seien Sie stattdessen so ehrlich wie möglich und stellen Sie die Mehrwerte Ihrer Aktivitäten in diesem Zeitraum für den Arbeitgeber heraus. Eine Rundreise durch Asien haben Sie demnach nicht ausschließlich zum Vergnügen gemacht, sondern um verschiedene Kulturen kennen zu lernen und Erfahrungen für internationale Unternehmen zu sammeln.

Viele Gründe für eine Unterbrechung der beruflichen Laufbahn werden heutzutage nicht mehr als negativ angesehen. Dazu gehören:

  • Weiterbildungen
  • Elternzeit
  • Pflege von Angehörigen
  • Auslandsaufenthalte
  • Zeit der Neuorientierung

Ausbildung

In diesen Bereich gehören Angaben zum Studium, der Ausbildung und dem Schulabschluss. Auch hier beginnen Sie mit dem aktuellsten Abschluss. Nennen Sie wie beim beruflichen Werdegang Monat und Jahr, die Ausbildungsstätte mit Ort, den Abschluss und die Abschlussnote.

Die Angaben zum Studiengang können zudem mit dem Titel der Abschlussarbeit und den Studienschwerpunkten ergänzt werden.

Je mehr Berufserfahrung Sie vorweisen können, desto unwichtiger wird der Punkt Ausbildung und tatsächlich interessiert es nur wenige Personaler, wo und wann Sie zur Grundschule gegangen sind.

Besondere Kenntnisse

Dieser Punkt fasst Angaben zu Weiterbildungen, Zusatzqualifikationen, Auszeichnungen, Zertifikate, Stipendien, Auslandserfahrungen oder Publikationen zusammen. Hier geben Sie außerdem Sprach- und EDV-Kenntnisse an.

Auch hier gilt: Geben Sie nur das an, was zur ausgeschriebenen Vakanz passt und einen Mehrwert bietet und nennen Sie die wichtigsten Kenntnisse zuerst. Überlegen Sie sich auch, in wie fern Sie verschiedene Programme zusammenfassen können bzw. sollten. MS-Office besteht beispielsweise aus verschiedenen Programmen, die Sie aller Wahrscheinlichkeit nach unterschiedlich gut beherrschen - teilen Sie diesen Bereich also in Excel, Word, Powerpoint, usw. auf.

Bewerten Sie Ihre Kenntnisse darüber hinaus in gängigen Skalen. Bei den Sprachkenntnissen haben sich zwei Arten der Abstufung durchgesetzt:

a.      Grundkenntnisse, gute Kenntnisse, sehr gute Kenntnisse, verhandlungssicher und Muttersprachler

b.      Kompetenzniveaus von A1 bis C2

Gängige Standards in der Abstufung gibt es auch bei EDV- und IT-Kenntnissen. Nutzen Sie:

a.       Grundkenntnisse, fortgeschrittene Kenntnisse, sehr gute Kenntnisse, Experten-Kenntnisse

b.      das Schulnotensystem

Zusätzliche Angaben

Hier können Sie zum Beispiel persönliche Interessen oder auch ehrenamtliche Tätigkeiten nennen. Überlegen Sie sich gut, was diese Angaben über Sie aussagen sollen. Mannschaftssportarten beschreiben zum Beispiel Ihre Teamfähigkeit, während Sie Extremsportarten als risikofreudig erscheinen lassen. Wichtig ist: Bleiben Sie bei der Wahrheit. 

Datum und Unterschrift

Unterzeichnen Sie Ihren Lebenslauf mit Datum und Unterschrift, um die Verbindlichkeit Ihrer Angaben zu signalisieren. In Online-Bewerbungen sind eingescannte Unterschriften durchaus Gang und Gäbe.